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Was tun, wenn Diesel einfriert?

Für die Wintersaison vom 15. November bis 28. Februar erhält Winterdiesel bereits in der Raffinerie spezielle Additive und muss dabei einen CFPP-Wert von −20 °C oder tiefer erreichen. Viele Mineralölfirmen setzen den CFPP-Wert in den Wintermonaten typischerweise auf −22 °C kältefest herab. 

Bei strengem Frost bilden sich im Dieselkraftstoff sogenannte Paraffinkristalle, die den Kraftstofffilter verstopfen können. Umgangssprachlich spricht man vom „Versulzen“. Wenn der Dieselkraftstoff erst mal im Tank eingefroren ist, hilft nur auftauen. D. h. das gesamte Kraftstoffsystem muss über 8 Grad erwärmt werden, damit sich die entstandenen Kristalle lösen. Der Kraftstofffilter muss getauscht werden. Evtl. die Kraftstoffleitung frei blasen.

Vorbeugende Maßnahmen können sein:

  •  Warme Garage
  •  Windgeschützt parken
  •  Standheizung kann helfen
  •  Fahrzeugtanks und Lagertanks regelmäßig entwässern!
  •  Den Kraftstofftank immer voll halten
  •  Vor der Wintersaison den Lagertank fast leer machen (Sumpf beachten) und mit Winterdiesel auffüllen. Dadurch wird ein vermischen mit Sommerware vermieden!
  •  Erdtanks benützen. Dieselkraftstoff kann dort nicht so stark auskühlen wie in einem Hochtank.
  •  Filterheizung am Fahrzeug
  •  Wasserabscheider am Fahrzeugtank

Was Sie auf keinen Fall tun dürfen:

  •  Mit keiner Hitzequelle an den Tank!
  •  Additive aus dem Zubehörhandel vermeiden – könnten die Wirkung der enthaltenen Additive aufheben.
  •  Kein Benzin hinzumischen – moderne Dieselmotoren überleben das nicht.
  •  Zumischen von Petroleum nicht mehr erlaubt.